Über uns - die LBV Kreisgruppe Eichstätt

Der Landesbund für Vogelschutz ist ein Verband für Arten- und Biotopschutz. Das Anliegen unserer ehrenamtlicher Kreisgruppe ist ein ganzheitlicher und nachhaltiger Naturschutz. Über 450 Mitglieder im Landkreis Eichstätt ermöglichen wichtige Erfolge für den Arten- und Naturschutz. 

 

Das ganze Jahr über ermöglichen wir mit zahlreichen Exkursionen einmalige Naturerlebnisse. Naturerfahrung verstehen wir als Grundlage für Basiskompetenz und Verantwortung. Deshalb ist uns besonders die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehr wichtig. Durch die Pflege von wertvollen Lebensräumen versuchen wir diese für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten. Durch gezielte Projekte werden Lebensräume untersucht, sowie Tier- und Pflanzenarten erfasst, um aus den Erkenntnissen z.B. lebensraumverbessernde Maßnahmen durchzuführen.

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann unterstützen Sie uns durch Ihre Mitgliedschaft, durch eine Spende oder bringen Sie sich bei unseren Aktivitäten ein! Wir freuen uns auf Sie!

 

Aktuelles aus Eichstätt..

26. Juni 2026, Freitag

 

Fledermäuse auf der Jagd

 

Mit Augen, Ohren und Bat-Detektor Fledermäuse beobachten 

20:30 Uhr; TP: Pizzeria Piccolo, Altmühlbrücke Kipfenberg

Dauer ca. 1,5 Stunden

Leitung: Karl-Heinz Hutter, Fledermausfachberater

LBV-KG Eichstätt in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Kipfenberg und der VHS Beilngries 

 

Neuer Lebensraum für den Bienenfresser: Sandgrube bei Ensfeld aufgewertet

Alle Verantwortlichen des Projekts bei Ensfeld neben der neu aufgestellten Hinweistafel mit den beiden Initiatoren Gerhard Böhm (5. von rechts) und Mörnsheims Bürgermeister Richard Mittl (6. von rechts).

Foto: Manfred Völkl

Die beiden Mörnsheimer Gerhard Böhm vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) in Bayern und Bürgermeister Richard Mittl verbindet ein gemeinsames Hobby: die Naturfotografie. 2025 kamen sie auf den Bienenfresser zu sprechen – einen der farbenprächtigsten, in Deutschland jedoch noch seltenen Vögel Europas – und schnell war für beide klar, sie wollen sich für diese Vogelart einsetzen.

Der Bienenfresser bevorzugt warme, trockene und strukturreiche Lebensräume. Besonders geeignet sind steile, offene Sand- oder Lösswände, etwa in ehemaligen Sand- und Kiesgruben, an Flussufern oder in Weinbaugebieten. Dort gräbt er Brutröhren tief in den Boden – ein Verhalten, das spezielle Voraussetzungen erfordert und geeignete Standorte selten macht. Mittl verwies auf gemeindeeigene Sandgruben in Mühlheim und Ensfeld. Nach einer Besichtigung war für Böhm schnell klar: Die Grube in Ensfeld bietet ideale Bedingungen.

Über 30 Tierarten bereits gesichtet

In Abstimmung mit dem Landespflegeverband (LPV), der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) und dem LBV wurde das Projekt auf den Weg gebracht und eine Förderung durch die UNB in Aussicht gestellt. Es folgte viel ehrenamtliche Arbeit: Vor allem Böhm, sein Sohn Andre und Enkelin Lena rodeten Büsche und Bäume und legten den Grundstein für das neue Habitat. Nach Zusage der Fördermittel gestaltete Felix Schlicker mit seiner Baufirma das Gelände fachgerecht und naturnah, sodass ein vielseitiger Lebensraum für zahlreiche Tierarten entstehen konnte.

Zur Einweihung konnte Gerhard Böhm zahlreiche Gäste von LPV, LBV und UNB begrüßen, darunter auch Bernhard Lucke vom Landesamt für Umwelt. Bereits kurz nach der Fertigstellung zeigte sich der Erfolg der Maßnahme, führte Böhm aus: 32 Vogelarten sowie unter anderem Bergmolche, Eidechsen, Wild- und Waldbienen, Schwebfliegen und der gefleckte Wollschweber konnten bereits nachgewiesen werden. Besonders bemerkenswert sei das Vorkommen der seltenen Gelbbauchunke, die als Indikator für intakte, dynamische Lebensräume gilt.

Bienenfresser lassen noch auf sich warten

Als Lebensraum bevorzugt sie sonnenexponierte, flache Kleingewässer mit spärlicher Vegetation. Dazu zählen vor allem temporäre Pfützen, wassergefüllte Fahrspuren, Tümpel sowie Senken in Steinbrüchen oder Kiesgruben. Entscheidend ist die zeitweise Austrocknung dieser Gewässer, da sie das Vorkommen von Fressfeinden reduziert. Willi Reinbold betonte in seiner Ansprache, dass es im Landkreis Eichstätt weitere geeignete Sandgruben gebe, die sich für ähnliche Projekte anbieten würden. Lucke ergänzte dies mit einem kurzen Einblick in die geologische Entstehung der Grube im Karstgebiet und unterstrich damit die Besonderheit des Standorts.

Böhm zeigte sich vorsichtig optimistisch, das anfängliche Ziel der Maßnahme erreichen zu können: „Ich hoffe, dass sich in naher Zukunft auch der Bienenfresser ansiedelt und das Projekt damit seinen ursprünglichen Zielvogel anzieht.“ Das Gefieder des Bienenfressers leuchtet in Gelb, Blau, Grün und Rostbraun und macht ihn zu einem besonderen Blickfang in der heimischen Vogelwelt. Beste Voraussetzungen für seine Nistplätze sind in Ensfeld geschaffen.

 

 

Die Kreisgruppe Eichstätt des Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) will in Zusammenarbeit mit den Dompfadfindern Eichstätt die Wiederansiedelung des Steinkauzes, eine der kleinsten europäischen Eulenarten, im Landkreis Eichstätt unterstützen. 

In Zusammenarbeit mit Gerhard Finsterer (LBV) und dem Leiter der Pfadfindergruppe, Michael Kunz, wurde in der Gruppenstunde schon im Dezember 2025 die im Vorfeld vorgefertigten Einzelteile der Steinkauzröhren zusammengebaut. Das Team der Pfadis aus Mädchen und Jungs musste sich ordentlich ins Zeug legen, um mit dem Bau der drei Nisthilfen, in der Gruppenstunde fertig zu werden. Das Lärchenholzmaterial für die 3 Brutkästen wurde vom Sägewerk Peter Würzburger gespendet. 

Vor den Bauarbeiten hielt Dieter David, Artenschutzexperte des LBV Kreisgruppe einen Kurzvortrag über den Steinkauz und seine Lebensweise. Der Steinkauz, einst ein häufiger Brutvogel, ist durch die Intensivierung der Landwirtschaft und damit der Zerstörung seines Lebensraumes aus vielen Gebieten verschwunden. Er braucht zum Jagen vorwiegend traditionell bewirtschaftete Weideflächen mit alten Streuobstflächen. Diese Habitatanspüche sind in der Eberswanger Flur vorhanden und somit der geeignete Standort der Nisthilfen für den Steinkauz. 

Ende Januar 2026 erfolgte Erstmalig im Landkreis Eichstätt der finale Einbau der Nisthilfen rechtzeitig vor der Brutzeit der Steinkäuze. Gemeinsam montierten die Pfadfinder die Nisthilfen unter Anleitung der LBV-Aktiven Gerhard Finsterer und Gerhard Böhm. Der Einbau erfolgte an starken Ästen freistehender Bäume in luftiger Höhe und wurde zügig und ohne Probleme durchgeführt. 

Den Pfadfindern wurde bei den Aktionen nahe gebracht, wie wichtig es ist, die Biodiversität in den wenigen noch intakten Lebensräumen zu erhalten.

  

04.02.2026 

Gerhard Finsterer

Aktiv werden für die Artenvielfalt im Landkreis

Wir suchen Dich!

Du findest Artenschutz wichtig? Wir auch, darum sind wir seit vielen Jahren im Landkreis aktiv und engagieren uns auf vielen verschiedenen Gebieten. Damit wir unsere wertvolle Arbeit auch weiterhin leisten können, sind wir auf der Suche nach helfenden Händen und engagierten Unterstützerinnen und Unterstützern. Wir suchen:

  • Mitglieder für unsere Vorstandsrunde
  • Unterstützung beim Schutz von Gebäudebrütern, Fledermäusen
  • Mitwirkende bei der Erfassung von Uhus und Wiesenweihen
  • Aktive in der Landschaftspflege, die uns speziell bei unseren Orchideenwiesen unterstützen
  • Betreuung dieser schönen Homepage (sehr benutzerfreundlich)
  • Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit und bei Infoständen

Dies und noch viel mehr ist bei uns gefragt und möglich. Wenn Du schon einmal die Idee hattest im Artenschutz aktiv zu werden, dann sprich uns einfach an. Gemeinsam finden wir eine Aufgabe oder ein Thema, dass zu Dir passt und Dir Freude und Sinn stiftet. Dabei haben wir immer im Blick, dass Zeit unser wertvollstes Gut ist, deshalb schauen wir, dass wir damit sinnvoll umgehen und niemanden überfordern. Melde Dich bitte unter:

[email protected]

Unsere LBV Hochschulgruppe

Wir freuen uns über deine Unterstützung

Im Frühjahr 2024 konnte die LBV Hochschulgruppe Eichstätt-Ingolstadt gegründet werden. Gemeinsam mit Interessierten wollen wir Aktionen zum Thema Artenkenntnis und Naturschutz oder Pflegeeinsätze anbieten. Dadurch dass die Hochschulgruppe neu gegründet wird, habt ihr auch ein großes Mitspracherecht in welchen Themengebieten wir uns mehr engagieren. Wir freuen uns über alle, die sich für die Umwelt interessieren und gemeinsam etwas für sie tun möchten, sodass die Erde für alle Arten bewohnbar bleibt. Dabei ist es egal wie viel Artenkenntnis man besitzt und wie viel Erfahrung man in diesem Bereich mitbringt. Es geht darum eine schöne Zeit zusammen zu haben und etwas voneinander zu lernen. Wenn du nun Interesse hast und herausfinden möchtest was wir aktuell so machen schau doch uns gern auf unserer Instagramseite unter lbv_hochschulgruppe_eich_ing vorbei.

Wenn Du mehr über die Hochschulgruppen in Bayern erfahren möchtest, dann schau doch auf unserer Homepage nach: https://hochschulgruppen.naju-bayern.de/



Fledermaus gefunden - was tun?

Quelle: Koordinationsstellen für Fledermausschutz in Bayern
Quelle: Koordinationsstellen für Fledermausschutz in Bayern

Sie haben eine Fledermaus gefunden und wissen nicht, was Sie jetzt tun sollen? Dieser Leitfaden der Koordinationsstellen für Fledermausschutz in Bayern hilft weiter. 

Auf deren Website finden Sie außerdem weitere Infos und Ansprechpartner für die Landkreise.


Wer ruft denn da so spät?

Mit Geduld und ein wenig Glück kann man auch den Raufußkauz in der Umgebung von Eichstätt hören. Foto: Marcus Bosch LBV Bildarchiv
Mit Geduld und ein wenig Glück kann man auch den Raufußkauz in der Umgebung von Eichstätt hören. Foto: Marcus Bosch LBV Bildarchiv

Willi Reinbolds beliebte Waldexkursion zu unseren heimischen Eulen startete am Parkplatz beim Stachelkreuz am Ausgang des Kindertals bei Wasserzell.

 

Im Spätwinter erreicht die Balz der Eulen ihren Höhepunkt. Auf dem Weg entlang des Waldrands wurde den Balzgesängen und Balzrufen von Waldkauz, Raufußkauz und Uhu gelauscht. Nicht immer hört man die dort lebenden Eulenarten gerade dann, wenn die Gruppe darauf wartet. Doch weil alle warm eingepackt waren und deshalb Geduld mitbrachten, wurde das Warten dieses Mal belohnt!

Wer hat unsere Nistkästen in der Eichstätter Spitalstadt besucht?

Bevor man einen Nistkasten öffnet, sollte man erst mal anklopfen - nicht dass man eine Maus stört, die im Nistkasten ein gemütliches Winterquartier bezogen hat. Foto: Ruth Alt
Bevor man einen Nistkasten öffnet, sollte man erst mal anklopfen - nicht dass man eine Maus stört, die im Nistkasten ein gemütliches Winterquartier bezogen hat. Foto: Ruth Alt

Gemeinsam mit den Teilnehmern untersuchten Ruth Alt und Willi Reinbold wie jedes Jahr die LBV-Vogelnistkästen und Fledermauskästen entlang der Altmühl und bei den Parkplätzen zwischen Spitalstadt und B13. Die relativ neu gepflanzten Bäume bieten dort den Höhlenbrütern keine Naturhöhlen, weil bis zu deren Entstehung viele Jahre vergehen können.

 

An diesem Nachmittag im Spätwinter wurden die Kästen geöffnet und gereinigt. Zu diesem Zeitpunkt kann man sicher sein, dass man keinen Vögel beim Brüten stört und den Nistkasten für die neue Saison vorbereiten.

Willi und Ruth zeigten, wie man erkennen kann, welche Vögel dort im Vorjahr gebrütet haben. 


Weitere Berichte finden Sie hier.

Aktuelle News aus dem Naturschutz


Aktuell interessant und wichtig

Leicht verwechselbar

Was unterscheidet eine Sumpfmeise von einer Weidenmeise oder einen Fitis von einen Zilpzalp? 

 

Wandel in Landwirtschaft ist unausweichlich

Noch ist es schwer, den dringend notwendigen Wandel in der EU-Landwirtschaftspolitik gegen die Agrarlobby voranzutreiben. Auch wenn nicht nur Studien den Artenschwund und die Folgen der Intensivlandwirtschaft belegen, sondern jedermann mittlerweile die Veränderungen spürt, leugnet sie weiterhin die Zusammenhänge. Ein neues Fördermodell könnte den Durchbruch bringen.

 

Bewusst konsumieren

Vielen Verbrauchern scheint der Zusammenhang kaum bewusst zu sein, dass sich unsere heutigen Ernährungsgewohnheiten massiv auf die Vielfalt von Arten und Lebensräumen, insbesondere in unserer Kulturlandschaft auswirken. 

 


Welcher Vogel ist das?

Die wichtigsten Merkmale, um Vögel zu bestimmen. Meist braucht man mehrere Merkmale, um eine Art eindeutig festzulegen.

 

Die 25 häufigsten Wintervögel

Vögel am Futterhaus und im Garten sicher erkennen und richtig bestimmen. Bei uns finden Sie alle Informationen, die Sie dafür brauchen. Wir haben Ihnen die Steckbriefe und Stimmen der 25 häufigsten Wintervögel zusammengestellt.

 

Gutes Vogelfutter erkennen

Vielen Verbrauchern scheint der Zusammenhang kaum bewusst zu sein, dass sich unsere heutigen Ernährungsgewohnheiten massiv auf die Vielfalt von Arten und Lebensräumen, insbesondere in unserer Kulturlandschaft auswirken. 

 


Der LBV vor Ort in Bayerns Regionen

Wir sind flächendeckend in Bayern für den Naturschutz aktiv.

 

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